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© Berlinale-Asyl

So lauten gewöhnlich Schlagzeilen unserer einschlägigen Revolverblätter, wenn sie mal wieder an die niederen Instinkte unser menschlichen Spezies appellieren, um ihre Auflagen zu steigern. „Sex sells“, lautete früher weltweit das Credo in allen Redaktionen, heute weiß das jedes Kind. Aber was hat das Ganze jetzt mit diesem Blog zu tun?

Kino-InternationalDirekt nichts, deshalb ja auch nur am Rande. Was habe ich mir den Wolf gesucht, um auf der Berlinale irgendein spannendes Thema mit Grün zu finden, um Euch ein bisschen am Flair, das dieser Tage die Stadt umweht, teilhaben zu lassen. Wenn denn schon das weltweit größte Publikumsfestival vor meiner Tür stattfindet.

Aber nichts. Kein packender Okö-Thriller in diesem Jahr, keine Dokumentation über ein brisantes Umweltthema und kein einziger Filmtitel mit Grün. Ein Animationsfilm mit irgendwelchen grünen Wesen wie Shrek hätte es ja auch schon getan, aber nada. Selbst unter den Stars trug niemand bis auf Helen Mirren grün und der rote Teppich ist immer noch rot.

Und was entdecke ich dann am Publikumstag? Das Berlinale Asyl, das für Berlinale Müde vom 5. bis zum 15. Februar eine handverlesene Filmauswahl von Filmfestivals zeigt – und dessen Corporate Identity grün ist. Am Donnerstag stand sogar mit der Dokumentation Bitter Seeds ein „grünverwandtes“ Thema auf dem Programm. Also bitte, geht doch.

Heute, am letzten Tag der Berlinale, widmet sich das Berlinale Asyl ab 19 Uhr mit Visionen contra Television finnischen Western, liebestollen Bären und Schneckensex, der alles andere als langsam ist und selbst Biologen noch immer vor Rätsel stellt. Auf die filmische Umsetzung darf man nun wirklich gespannt sein. Klingt jedenfalls irre interessant.

 

Freies Museum Berlin
Bülowstraße 90
10783 Berlin
FREIER EINTRITT
www.berlinale-asyl.de

Foto: Karin Kölker

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