Dicke MarieAls älteste Bewohnerin der Stadt hat sie alles und jeden überlebt, unsere „Dicke Marie“. Seit nunmehr 900 Jahren trotzt das grüne Urgestein allen widrigen klimatischen Umständen und behauptet noch immer als offizielles lebendes Naturdenkmal fest seinen Platz im Tegeler Forst des Bezirks Reinickendorf.Dicke MarieBerlins ältester Baum

Ein Besuch zu ihr lässt sich ausgesprochen gut mit einem Spaziergang am Tegeler See verbinden. Eine wunderschöne Allee entlang des Sees führt bis zur Greenwich Prome-nande, dann über die Sechserbrücke hinüber entlang des Ufers bis in die Nähe des Großen Malchesee unweit des Restaurants Waldhütte.watch full Transformers: The Last Knight 2017 movie

Kurz vor der Waldhütte rechts ab weist ein Schild am Schwarzen Weg zu unserer alten Stiel-Eiche, die hier angeblich seit dem Jahr 1192 steht. Damit ist die Lady Berlins ältester Baum. Unsere Hauptstadt gab es zu diesem Zeitpunkt offiziell noch gar nicht –  urkund-lich erwähnt wurde Berlin erstmals im Jahr 1244.Dicke MarieVon den Humboldtbrüdern getauft

Ca. 19 m hoch ragt die Eiche in den Himmel, ihr knorriger Stamm hat einen Umfang von ca. 6 m und einen Durchmesser von knapp 2 m. Ihren Namen verdankt sie den Brüdern Alexander (1769-1859) und Wilhelm (1767-1835) von Humboldt, die im nahen Tegeler Schloss aufwuchsen.

Als Kinder hatten sie häufig in dem Waldstück nordwestlich des Tegeler Sees gespielt, und weil sie Gefallen an der alten Eiche gefunden hatten, gaben sie ihr in Anlehnung an die beleibte Köchin des Schlosses den Namen „Dicke Marie“. Selbst Goethe soll 1778 von ihr angetan gewesen sein.Dicke Marie

 

Fotos: Karin Kölker

 

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