TaubeLange Überschrift, aber so lautet der Titel des schwedischen Films von Roy Andersson, der heute Abend im Freiluftkino Friedrichshain zu sehen ist. Es ist der dritte Teil einer Trilogie über die Natur des Menschen und noch skurriler und absurder als sein Name vermuten lässt. 2014 wurde er auf dem Filmfestival von Venedig mit dem Golden Löwen ausgezeichnet, Kritiker feiern ihn als ergreifendes Meisterwerk.

Ohne nachvollziehbare Handlung

Über den Inhalt kann man nicht viel schreiben. Einen roten Faden oder eine stringente Handlung gibt es wie immer in Roy Anderssons Werken nicht. Vielmehr besteht der Film aus teils miteinander verwobenen, teils für sich stehenden Episoden, die sich in Tonalität und Länge unterscheiden. Nur soviel sei gesagt: Alles beginnt mit drei tragikomischen Begegnungen mit dem Tod und immer wieder mal tauchen zwei traurige Gestalten auf, die den Menschen Spaß bringen wollen.

Kein Mainstream

Seinem stilistischen Konzept bleibt der Kultregissuer, der in 40 Jahren nur 5 Filme gedreht hat, dabei treu. Die Einstellungen sind fast durchweg in der Totale gedreht, geschnitten wurde eigentlich nur bei Szenenwechsel und die Bilder zeugen von einer einzigartigen -typisch Andersson – Nüchternheit. Auch wenn es gelegentlich was zu Lachen gibt, ist der Film kein Unterhaltungsfilm, vielmehr eine Reflexion über die Trivialität des Alltags mit dennoch hoffnungsvollem Blick auf das Leben.

Freiluftkino im Volkspark Friedrichshain, 17. August 2015, 21 Uhr
Ernst Zinna Weg 1
10249 Berlin
Am besten über die Eingänge in der Landsberger Allee oder Friedenstraße zu erreichen.

Fotos: Karin Kölker

 

 

 

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