Umweltzone 2Klingt sinnentfremdet, aber so lautet tatsächlich der Spitzname unserer Umweltzone, die innerhalb unseres inneren S-Bahnringes liegt. Die Bezeichnung verdankt sie ihrer unge-wöhnlichen Form. Wer mit dem Fahrzeug rein will, braucht eine grüne Plakette. Ihr kennt das ja. Umweltzonen sind zwar nicht Berlin typisch, aber als grüne Stadt waren wir neben Köln und Hannover Vorreiter bei der Einführung.

Umweltzonen gegen Stickstoffdioxid

Um die Luftbelastung durch Dieselruß und Stickstoffoxide zu reduzieren, wurde in der Innnenstadt Berlins am 1. Januar 2008 die Umweltzone eingeführt. Ab diesem Tag an durften nur noch schadstoffarme Kraftfahrzeuge rein, die mit einer rot, gelb oder grünen Vignette gekennzeichnet waren. Grundlagen der farblichen Kennzeichnung sind die in den Fahrzeugschein eingetragene Steuerklasse und die EURO-Schadstoffnorm, die in der Kennzeichnungsverordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz geregelt ist.

Seit dem 1.1.2010 ist das Fahren innerhalb der Umweltzone Berlins nur noch Fahrzeugen mit ausschließlich grüner Plakette erlaubt. Wer nicht im Besitz dieser Plakette war oder ist, musste sein Fahrzeug nachrüsten lassen oder sich eine Bescheinigung über fehlende Nachrüstbarkeit von einer technischen KFZ-Prüfstelle ausstellen lassen. Bis heute ist die Einführung der Umweltzonen nicht ganz unbestritten. Zwar wurde die Luft in den Innenstädten sauberer, allerdings deutlich weniger als erwartet.

Schild Umweltzone

Freie Fahrt nur mit grüner Plakette

In grünen Zonen weniger Feinstaub

Untersuchungen belegen, dass in Umweltzonen, in denen nur Fahrzeuge mit grüner Plakette einfahren, die Belastung von Stickstoffdioxid zwar sinkt, aber weitaus weniger als man sich erhofft hatte. Bei der Verringerung von Feinstaub liegen die Werte bei etwa 10 bis 12% . Trotzdem soll 2015 laut Vorschrift der EU in Deutschland die Luftbelastung durch Stickstoffdioxid weiter gesenkt werden. Da NO2 auch durch Abgase von Kraft-fahrzeugen erzeugt wird, konzentriert man sich in erster Linie auf den Verkehrsbereich.

Aktuell gibt es in Deutschland 50 Umweltzonen, In 48 von ihnen sind ausschließlich Fahrzeuge mit grüner Plakette erlaubt. Mittlerweile erfüllen jedoch mehr als 90 Prozent der zugelassenen Autos im gesamten Bundesgebiet den Abgasstandards. Deshalb überlegt das Umweltbundesamt schon seit längerem, die Umweltzonen auch auf Dieselloks und Binnenschiffe sowie andere Verkehrswege auszuweiten. Ob es dazu in naher Zukunft kommen wird, bleibt abzuwarten.

Fotos: Karin Kölker

 

 

 

 

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