Ei grünUrsprünglich stammt das Wort Grün aus dem Germanischen von „Groa“ und bedeutet soviel wie „keimen“ oder „wachsen“. Damit symbolisiert es den Frühling, der für Wachs-tum, Erneuerung und Hoffnung steht. In Anlehnung an den Frühlingsbeginn repräsen-tiert deshalb Grün im Christentum die Auferstehung und gilt in der abendländischen Kultur als typische Osterfarbe.

Traditionell beginnt bei den Katholiken die Karwoche immer mit dem Grünen Sonntag, die Fastenzeit endet am Gründonnerstag. In der Liturgie unterstreichen Farben Charakter und Stimmung kirchlicher Riten. Mit Liturgischen Farben sind die Farben von liturgischen Gewändern gemeint, die auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965) einheitlich und verbindlich für die römisch-katholische Kirche festgelegt wurden.

Grüne Gewänder werden an den Sonntagen getragen, an denen keine Gedenkgottes-dienste gehalten werden. Ausserdem ist Grün die Farbe des Heiligen Geistes und somit in der Dreieinigkeit enthalten. Der grüne Hut der Bischöfe – bis zum Jahr 1867 war die typische Bischofsfarbe grün – erinnert an die Wanderschaft der Apostel, die mit dem Grün das Christentum verbreiten sollten.

Grün ist auch die Farbe der Osterdekoration schlechthin. Mit Zweigen und Frühjahrs-blühern holen wir uns die Natur ins Haus, da wir gleichzeitig mit dem Osterfest den Beginn des Frühlings feiern. Das Gras für die Nester ist natürlich ebenfalls grün und unter den vielen bunt bemalten Eiern fehlt selten ein Grünes. Und auch Federn, Eierberbecher und Osterhasen werden mehrheitlich zu den Festtagen in Grün zum Kauf angeboten.

 Foto: Karin Kölker

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*

Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.

Post Navigation