SHREK_Lagerfeuer

© Jens Hauer

Nach dem fulminaten Erfolg am Broadway und im West End gastiert das Musical Shrek jetzt in Deuschland. Das auf den gleichnamigen Film beruhende Tanzspektakel erzählt vom grünen tollkühnen Oger, der von Lord Farquaard den Auftrag erhält, die bezaubernde Prinzessin Fiona aus den Klauen eines bösen Drachens zu befreien. Der Rest ist bekannt. Am Sonntag feierte das Fantasymärchen Premiere in Berlin.

SHREK Zwiebel

© Jens Hauer. Andreas Lichtenberger glänzt als massiger grüner Oger Shrek

Ungeduldig und voller Vorfreude steht das bunt gemischte Publikum vor dem Eingang. Große und kleine Fans, viele Familien mit Kindern. Glücklicherweise trägt niemand das schrille Fan-Outfit von Jeremy Scott – so weit geht die Oger Manie dann doch nicht. Dafür überall grüne Ohren. Die Haarreifen mit den grünen Trompetenöhrchen sind der Hit unter den Fanartikeln.

Dann heißt es Vorhang auf für die grünen Wesen im Admiralspalast und es wird laut, sehr laut. Polternd und brüllend betritt der Held der Geschichte die Bühne – schließlich soll Shrek ja ordentlich Angst und Schrecken verbreiten, so wie es ihm seine Eltern eingebläut haben bevor sie ihn im zarten Alter von 7 Jahren mit den Worten „Hau endlich ab!“ in die Welt entließen.

SHREK_drei Fionas Jens Hauer

© Jens Hauer. Bettina Mönch als Prinzessin Fiona zeigt neben ihrem Gesangs- auch ihr komödiantisches Talent

Enttäuscht von der Zivilisation, kehrt der grüner Oger der Menschenwelt jedoch schnell den Rücken und will fortan nur noch seine Ruhe haben. Doch damit ist es vorbei, als Lord Farquaad, der Herrscher von Duloc, alle Märchenwesen aus seinem Reich vertreibt und sie in den Sumpf des grünen Monsters verbannt. Das gefällt dem Hünen ganz und gar nicht und er ist nicht länger bereit, sein Reich mit anderen Wesen zu teilen.

Shrek-Esel_Aufprall

© Jens Hauer. Stimmstark: Andreas Wolfram als überdrehter Esel im schweißtreibenden Fellkostüm

Also begibt sich Shrek in unfreiwilliger Begleitung eines nervtötenden, geschwätzigen Esels auf die Reise, um Lord Farquaad aufzusuchen, mit dem er folgenden Deal aushandelt. Nur wenn er die in einem Turm gefangen gehaltene und von einem gefährlichen Drachen bewachte Prinzessin Fiona rettet, darf er in seinen heißgeliebten Sumpf zurückkehren.

SHREK_Kussmund

© Jens Hauer. Am Ende gibt es für alle außer Lord Farquaard ein Happy-End

Die imposante Bühnendekoration ist gigantisch und beeindruckt durch moderne LED-Technik, mit der das Stück dreidimensional zum Leben erweckt wird. Man fühlt sich sofort mittendrin, wie in einer anderen Welt. Gleichzeitig bietet das furiose Musical-Spektakel neben tierisch guter Musik und großartigen Darstellern viel schrulligen Humor, opulente Kostüme und jede Menge große Gefühle.

SHREK_solo

© Jens Hauer. Andreas Lichtenberger als Shrek, dem gelegentlich schon mal ein Oger-Pubs entweicht

Die Message, dass Freaks und Andersdenkende ein Recht auf ein menschenwürdiges Dasein haben, kommt – wie im Film Shrek –  auch im Musical klar und deutlich rüber. Und wenn der grüne Oger ab und an einen farzen lässt und daraufhin rote Fliegenpilze in der Moorlandschaft sprießen, sorgt das für herzliche Lacher und viel Applaus im Publikum. Bis zum 31. Januar ist der Spaß noch im Admiralspalast zu sehen.

Fotos: Jens Hauer

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*

Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.

Post Navigation