Quadriga auf dem Brandenburger TorJede Stadt hat ihre individuelle Farbe: New York hüllt sich in gelb, London kleidet sich rot und Berlin? Berlin trägt grün. Ohne je in diesen Metropolen gewesen zu sein, verbinden wir unweigerlich mit dem Namen einer Stadt gewisse Vorstellungen und Bilder. Und mit diesen Bildern bringen wir unwillkürlich Farben in Zusammenhang. Wer denkt bei London nicht gleich an die roten Telefonzellen und Doppeldeckerbusse oder bei New York an die vielen gelben Taxen und Zeitungsboxen?

Über den Dächern Berlins

Wer durch die Straßen Berlins streift und genauer hinsieht, der wird schnell feststellen: Berlin trägt grün. Allen voran unser weltbekanntes Wahrzeichen: Das Brandenburger Tor. Majestätisch thront hier die grün patienierte Quadriga mit Blick auf unzählige grüne Dächer und von Bäumen umgebenen breiten Prachtstraßen. Grün, soweit das Auge reicht: Der Tiergarten, die Kuppeln des Berliner Doms, das Dach des Hotel Adlon, das Haupt der Gedächtniskirche und unzählige mehr. Wer Berlin aus der Vogelperspektive betrachtet, der sieht vor allem eins: Grün

Grüne Lungen der Stadt

Dazu tragen auch die unzähligen Parks, innerstädtischen Gärten, Rasenflächen und Bäume bei, die auf einer Gesamtfläche von 890 Quadratkilometern für unsere berühmte Berliner Luft sorgen. Damit können wir uns rühmen, die grünste Stadt Europas zu sein. Aber das ist noch lange nicht genug: Berlin soll noch grüner werden. Urban Gardening heißt der neue Trend, der aus Stadtbrachen und ehemaligen Industrieflächen grüne Oasen in der Stadt schaffen soll.

Grüne Relikte der Vergangenheit

Und wer kennt sie nicht, die grün gestrichenen gusseisernen Pissoirs, scherzhaft Café Achteck genannt, und die grünen Wasserpumpen, die unser Stadtbild prägen? Oder unsere historischen Gaslaternen, die längst fester Bestandteil unserer städtischen Identität sind? Nicht zu vergessen unsere vielen grünen U- und S-Bahnhöfe. Sie alle sind durch ihre Unverwechselbarkeit zu inoffiziellen grünen Wahrzeichen unserer Stadt geworden.

Grüne Architektur

Die österreichische Botschaft in Berlin

Die österreichische Botschaft

Auch immer mehr Bauwerke fügen sich in das grüne Stadtbild ein. So wurde das alte WMF Haus nach der Sanierung mit grünen Mosaiksteinchen verziert und die österreichische Botschaft gleich ganz in grün gekleidetet. Ästhetik mit modernsten Anforderungen verbinden, lautet die Maxime vieler Architekten: Grün von außen und von innen: Ganze Dächer werden begrünt und Gebäude und Häuer mit geringem Energieverbrauch und kluger Ressourcennutzung wachsen wie Pilze aus dem Boden. Und was nicht grün ist, wird grün gemacht.

 


Grüne VIPs

Viel zu wenig internationale VIPs klagen die Deutschen immer – wir Berliner nicht. Wir haben gleich 1.200 an der Zahl – und grün sind sie auch noch. Nein, nicht unsere farblosen Politiker der Bündnis90/Die Grünen, unsere Ampelmännchen. Sie haben längst internationalen Kultstatus erreicht, prangen auf der Brust von Hollywood Größen und alle Welt reißt sich um sie. Jeder kennt sie, jeder sieht sie. In allen Teilen der Stadt leuchten sie. Zweifellos zählen sie mittlerweile zu den bekanntesten farblichen Prägungen Berlins.

Grüne AmpelmännchenleuchteRote Ampelmännchenleuchte

 

 

 

 

 

 

 Fotos: Karin Kölker

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